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By Lakshmi Kotsch

Das Modell der „Persönlichen Assistenz“ soll dazu beitragen, die Selbstbestimmtheit von Menschen mit körperlichen Behinderungen zu ermöglichen. Lakshmi S. Kotsch geht der Frage nach, welche Konsequenzen das Selbstbestimmungspostulat für die Interaktionen in den davon betroffenen Hilfebeziehungen hat. Die videographisch angelegte Studie zeigt, dass sich Assistenzinteraktionen tatsächlich nach den Relevanzen der Assistenznehmer richten und insofern deren „Selbstbestimmtheit“ (im Verständnis der Assistenzidee) ermöglichen. Der Blick auf die information von Assistenzinteraktionen macht aber auch deutlich, dass der Spielraum, die einzelnen Interaktionen zu gestalten, wesentlich größer ist, als es das Assistenzmodell konzeptionell vorsieht.

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Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses stellt jedoch ein letztes Mittel dar, weil dessen Einsatz eben auch die Beendigung der Assistenzbeziehung impliziert. Das Mittel als solches kann also ausschließlich als Drohmoment, eben als Möglichkeit, Wirkung auf die konkreten Interaktionen ausüben; wird es hingegen einmal eingesetzt, endet die Interaktionsgeschichte (zumindest in der bisherigen Form) zwischen den Beteiligten. Aber nicht nur die Assistenznehmer, sondern auch die Assistenten verfügen über formale Macht: Auch sie haben die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis zu kündigen.

2 Selbstbestimmung und Körperbehinderung Als erste theoretisch-empirische Arbeit, die sich aus soziologischer Sicht mit Selbstbestimmung im Kontext von Körperbehinderung auseinandergesetzt hat, sei hier auch die Studie „Selbstbestimmung als Konstruktion“ von Waldschmidt (1999)20 erwähnt. Auf der Basis narrativer Interviews wurden in dieser Studie Alltagstheorien bzw. Deutungsmuster behinderter Menschen bezogen auf den Aspekt der Selbstbestimmung herausgearbeitet. Dabei ließen sich zwar durchaus unterschiedliche Selbstbestimmungskonstruktionen der befragten Personen erkennen, aber in „der Zusammenschau scheint die Selbstbestimmung behinderter Menschen, wie sie in den fünf Einzelfallstudien herausgearbeitet worden ist, eine Kombination von „Selbstmanagement“ und „Selbstentfaltung“ darzustellen“ (Waldschmidt 1999, S.

Während Waldschmidt also mithilfe narrativer Interviews Alltagstheorien behinderter Menschen bezüglich des Selbstbestimmungsbegriffes herausarbeiten konnte, soll nun im Rahmen der vorliegenden Arbeit mithilfe videographischer Methoden so etwas wie praktizierte Selbstbestimmung im Rahmen von Persönlicher Assistenz rekonstruiert werden. 2 Pflegebeziehungen Dem Aspekt der Selbstbestimmung als eigenständigem, zu beachtendem Wert kommt auch im Bereich der institutionellen oder von ambulanten Trägern geleisteten Pflege wachsende Bedeutung zu21.

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